Chaos im Camper?

 

Uns wird immer wieder die Frage gestellt: „Was würdet ihr beim nächsten Mal bei so einem Projekt anders machen?“ Definitiv einen grösseren Camper mieten! Die erste Woche war ja noch ganz in Ordnung. Wir hatten noch nicht viel Material zusammengekauft, nur ein paar Teller und etwas Besteck. Doch schon sehr bald stellte sich heraus, dass wir weit mehr Geschirr und Deko-Utensilien benötigen, als wir zu Beginn angenommen hatten. Wir wollten ja schliesslich die Gerichte schön und vor allem abwechslungsreich anrichten, dass Auge isst ja bekanntlich mit. Schon nach zwei Wochen war der Camper komplett überfüllt. Nicht nur das  Anrichtegeschirr und die Lebensmittel brauchten viel Platz, sondern auch  Gegenstände wie Lichtreflektoren und Diffusor für die Food-Fotografie. So wurde es für uns zum täglichen Business, dass wir jedes Mal, wenn wir uns kurz einen Mittagsschlaf gönnen wollten, alles zuerst aus dem Van hinaustragen mussten, damit wir uns gemütlich hinlegen konnten. Dasselbe blühte uns jeden Abend bevor wir zu Bett gingen. Aber wir müssen auch zugeben, dieses organisierte Chaos im Camper gab dem Projekt auf seine eigene Art und Weise einen gewissen Charme.

 
 
 
 

Wie die meisten wahrscheinlich wissen, kann es in Australien an gewissen Orten ganz schön heiss werden. Keiner wünscht sich, in solchen Momenten an der prallen Sonne ausgesetzt zu sein, geschweige denn den Kochlöffel in einer Pfanne zu schwenken, Gemüse zu schneiden oder mit der Kamera und dem ganzen Licht-Setup anständige Fotos knipsen zu müssen. Man muss sich vorstellen, unser Camper hatte keine Lüftung über dem Herd. Bei Aussentemperaturen von rund 35 Grad lief uns der Schweiss oftmals ununterbrochen runter. Die Hitze war manchmal fast unerträglich. Wir entschieden uns dann sehr schnell einmal, mittags keine Gerichte mehr für das Kochbuch zu kochen, sondern kreierten des Öfteren am späten Nachmittag ein bis zwei Gerichte. Dies brachte uns den Vorteil, dass die Lichtverhältnisse für die Food-Fotografie günstiger waren und wir so mehr Spielraum hatten, die Gerichte verschieden zu fotografieren.

 
 
 
 

Zu einem späteren Zeitpunkt, als die Abstände zu den einzelnen Dörfern immer grösser wurden und es nicht mehr überall vielfältige Einkaufsmöglichkeiten gab, waren wir gezwungen, des Öfteren für 2-3 Tage einzukaufen, für mehr reichte es leider nicht. Unser Kühlschrank war definitiv viel zu klein. Sicherlich wäre er gross genug für eine normale Reise an der Westküste, doch für ein Kochbuch, für dessen Rezepte wir alle Zutaten möglich frisch haben wollten, hatten wir viel zu wenige Kühlmöglichkeiten. Dies ist ein weiterer Grund, wieso wir uns einen grösseren Camper besorgen würden oder zumindest einen grösseren Kühlschrank. Wir mussten also kreativ werden, kauften uns Kühltaschen und suchten die „kältesten“ Ecken des Vans aus, um gewisse Lebensmittel zu lagern. Eins davon war die Mikrowelle. Es war immer wie eine Runde Tetris als wir die Tomaten, Gurken oder Karotten darin verstauen wollten. Jedes mal wenn einer von uns die Mikrowellentür öffnete, kam irgendetwas entgegen geflogen.

 

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