Broome – unsere Oase an der Westküste

 

In Broome gefiel es uns wirklich gut. Mindestens acht Tage verbrachten wir in diesem traumhaften Küstendorf. Wir hatten das Glück, nicht während der Hauptsaison unterwegs zu sein weshalb verhältnissmässig nur wenig Reisende unterwegs waren. Die Campingplätze waren halb leer.

Broome wird auch die Perle des Nordwestens bezeichnet. Die durch die Perlenzucht ausgelöste Zuwanderung von Asien wurde das schmucke Städtchen sehr multikulturell. Berühmt ist diese kleine Küstenstadt auch für ihre Sonnenuntergänge am Cable Beach, dessen Schönheit wir oft direkt am Strand genossen.

Die Einkaufsmöglichkeiten waren wie geschaffen für unser Buch-Projekt. Wir fanden viel neues Anrichtegeschirr, die Supermärkte waren voll mit frischem Obst und Gemüse. Es gab auch ein kleines Reformhaus, wo wir uns immer mal wieder einen Roh-Schokoriegel gegönnt haben oder einen grünen Smoothie genossen. Wir liessen uns von unseren Sinnen durch die Gemüse- und Früchteabteilung führen, pickten aus den Regalen was uns gerade anlächelte und so entstanden einige der Rezepte sehr spontan, manchmal sogar erst nach dem Einkauf.

Wir wurden immer kreativer, liessen noch mehr Fantasie in unsere Kochtöpfe fliessen. Wir wagten Tomaten und Pancake zu kombinieren oder die Geschmäcker von Melonen und Tofu in einem Asiatischen Wokgericht zu vereinen. Wie jeden Tag assen wir wie Könige und so gab es manchmal sogar ein paar neidische Blicke von Campingnachbaren. Ich glaube wir beide haben noch nie so viele verschieden Gerichte gekocht, wie in dieser kurzen Zeit in Broome. Die Reise war also nicht nur ein Spektakel für unsere Sinne sondern ebenso eine kulinarische Hochburg für unsere Mägen und Geschmacksnerven.

Sun Pictures

Jede Menge Liegestühle, Mangobäume und Fledermäuse am Himmel. Es ist acht Uhr Abends. Die Sonne ist bereits untergegangen, aber es herrschen weiterhin 30°C. Es hat keine Wolken am Himmel, schöner könnte man die Sterne nicht beobachten am Strand von Broome. Aber halt... wir sitzen gar nicht am Strand sondern im ältesten Outdoor-Kino der Welt. Das Sun Pictures in Broome. Eine von aussen unscheinbare Blechhütte entpuppte sich als einer der besten Sehenswürdigkeiten in ganz Westaustralien. 

Welcher Film gerade auf der Leinwand gezeigt wird, spielt hier gar keine Rolle. Das alte Kino hat so viel zu bieten. Die meisten der Kinobesucher haben eigene Kissen dabei. Die Liegestühle, welche aneinander gebunden in Reihen aufgestellt sind, entpuppen sich nämlich nicht als sonderlich bequem. Die Metallstange hinter dem Kopf ist nicht gepolstert. Wer Lust hat, kann sich aber auch auf die Wiese vor der Leinwand auf eine Wolldecke legen und die vorbeifliegenden Fledermäuse beobachten.

Fledermäuse sind aber nicht das einzige, was vorbeifliegt. Das Sun Pictures liegt nämlich direkt in der Anflugschneise des Flughafens in der Nähe. Alle 30 Minuten donnert ein Düsenflugzeug über unsere Köpfe, man versteht dann kein Wort mehr vom Film.

Als wäre das alles nicht schon genug Ablenkung stehen da auch noch Mangobäume mitten im Kino. Diese haben wir aber erst bemerkt, als Yves auf dem weg zum Klo fast über eine reife Mango gestolpert wäre. Heimlich hat er diese dann mitgenommen. Am nächsten Tag kreierten wir damit die Kokos-Mango-Suppe auf Seite 120.

Roadhouse Pommes

Schon bei der Ankunft in der Region fiel uns das für Australien typische Roadhouse auf. Genau dort hin wollten wir, nachdem wir vor etwa einer Stunde in Broome Richtung Darwin aufgebrochen sind. Bei den stundenlangen Fahrten durch die Buschlandschaft der Westküste war jedes Roadhouse eine willkommene Abwechslung. Fast bei jeder Gelegenheit stoppten wir bei diesen Tankstellen, wo es oft auch ein Restaurant, einen Campingplatz und einen kleinen Supermarkt gab. Immer auf der Suche nach einem vegetarischen Snack bemerkten wir immer diese Pommes Frites in der Vitrine. Wir wollten diese unbedingt einmal probiert haben während dieser Reise. Ein Muss für Reisende in dieser Gegend, waren wir überzeugt. Nun war es endlich soweit. Morgens um 10 Uhr traten wir ins Roadhouse. Es duftete bereits nach frisch gebratenen Würstchen und Blätterteiggebäck. Und da waren sie: die Roadhouse-Pommes. Frisch frittiert und knusprig gebacken, so richtig zum reinbeissen. Gekauft und zurück im Auto kam dann die Ernüchterung: weich wie eine Banane und kalt noch dazu. Nie mehr Pommes von einem Roadhouse! Dann doch lieber Mango. :) 

 

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